ÖGF strebt eine österreichische Gesellschaft an, in der jedes Individuum und jede Familie freie und informierte Entscheidungen in Hinblick auf ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit treffen kann und adäquaten Zugang zu angemessenen Dienstleistungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit landesweit hat. Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter sowie der Menschenrechte inklusive der sexuellen und reproduktiven Rechte, werden durch die Regierung anerkannt und geschützt. ÖGF ist anerkannt für seine führende Rolle in der Umsetzung dieser Vision und arbeitet eng mit seinen PartnerInnen im In- und Ausland.
ÖGF ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die als Verein strukturiert ist und die tätig ist, um gleichen Zugang allen in Österreich lebenden Menschen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie Rechten sicherzustellen, durch
In ihrer gesamten Arbeit bemüht sich die ÖGF, Frauen und Männer, junge Menschen
und gefährdete Gruppen durch klientInnenorientierte und miteinbeziehende
Ansätze zu unterstützen und zu fördern.
Als Expertin bemüht sich die ÖGF sowohl Innovation als auch hohe Standards bei
der Bereitstellung von Dienstleistungen zu fördern und pflegt Zusammenarbeit mit
anderen Organisationen im Bereich, um sexuelle und reproduktive Gesundheit und
Rechte in Österreich veranzutreiben.
Die ÖGF versucht ein breiteres öffentliches Bewusstseins bei ParlamentarierInnen, BeamtInnen und NGO-VertreterInnen für die Anhebung des österreichischen Entwicklungshilfe-Budgets und der Einbettung des Aspektes der reproduktiven und sexuellen Gesundheit und Rechte in ganzheitliche Programme der Gesundheitsvorsorge und Frauenbildung zu schaffen.
vorstand
Präsidentin: Dr. Claudia Linemayr-Wagner
Vizepräsident: Prim. Dr. Peter Safar
Schriftführerin: Univ.Prof. Dr. Marianne Springer-Kremser
Kassier: Univ.Prof. Dr. Adolf Beck
Geschäftsstellenleiterin: Mag. Elisabeth Pracht
wissenschaftlicher beirat
Vorsitzender: Univ.Prof. Dr. Adolf Beck
Mitglieder: ÄL Dr. Margit Endler
Univ.Prof. Dr. Franz Fischl
Univ.Prof. DDr. Johannes Huber
Univ.Prof. Dr. Mag. Elisabeth Jandl-Jager
Univ.Doz. Dr. Hans-Othmar Mayer
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Walcher
Univ.Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung ist ein privater Verein,
der weder politisch noch weltanschaulich gebunden ist.
Die hauptsächlichen Einnahmequellen der ÖGF sind Subventionen von staatlichen
Stellen, projektbezogene Unterstützungen, Mitgliedsbeiträge, Verkauf von
Informationsmaterialien und Teilnahmegebühren durch Veranstaltungen.
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wurde 1966 unter der
Schirmherrschaft von Univ.Prof. Dr. Hugo Husslein gegründet, um der "Pille" in
Österreich bei Ärzten die nötige Akzeptanz zu verleihen. Bei der Gründung haben
sich Universitätsprofessoren für Gynäkologie und Geburtshilfe
zusammengeschlossen, um mit ihrem gemeinsamen wissenschaftlichen Gewicht die
Anliegen der Familienplanung besonders durch die hormonelle Kontrazeption zu
fördern. Zu diesem Zeitpunkt kam es zur Einrichtung von Beratungsstellen der
Österreichische Gesellschaft für Familienplanung in Gemeindespitälern und an den
Universitätskliniken in Wien.
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung war auch 1974 stark an den
Veränderungen der gesetzlichen Situation in Österreich beteiligt. Durch die
Strafrechtsreform 1974 war es möglich, das Intrauterinpessar auch
österreichischen Patientinnen zugänglich zu machen, und hier hat die
Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wieder für die ärztliche
Akzeptanz dieser Methode gekämpft. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der
Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimester straffrei gestellt, und als
begleitende Maßnahme Beratungsstellen für Familienplanung und Familienberatung
durch das jetzige BM f soziale Sicherheit und Generationen gefördert. Das BMSG
finanziert die Personalkosten, wobei aber der auftretende Sachaufwand nicht
ersetzt wird.
Jahrelange Arbeit im Bereich Sexualerziehung wie z.B. am "Medienkoffer für
Sexualerziehung" und an Broschüren wie "Glückliche Paare - Wunschkinder" prägte
die Arbeit der Gesellschaft in den achtziger Jahren. Diese Erfahrungen führten
zu verschiedenen Aktivitäten im Bereich Sexualerziehung. So wird ein
Verhütungsmittelkoffer, der den im Medienkoffer Sexualerziehung nicht
vorhandenen Bereich der Kontrazeption abdeckt, den Schulen und sonstig
interessierten Institutionen und Personen angeboten. Die Verbreitung von
Information, die Sexualität, sexuelle Gesundheit, Partnerschaft, Verhütung und
Vermeidung unerwünschter Schwangerschaften und Prävention sexuell übertragbarer
Krankheiten betreffen, speziell für Jugendliche betrachten wir als eines der
wichtigen Ziele der Gesellschaft. Deshalb installierte die ÖGF 1990 das
vertrauliche Telefonservice "Herzklopfen", 1992 die Sexualberatungsstelle "First
Love" in der Krankenanstalt Rudolfstiftung, 1996 "First Love mobil" im
Jugendzentrum Ottakring, 2001 die First Love Beratungsstelle im SMZ-Ost
Donauspital. Über die Computer Mailbox "Fem-Wien" und die eigene Homepage bietet
die ÖGF Email-Beratung an. Über einen Online-Chat kann man mit dem
Herzklopfen-Team Samstags zwischen 15:00 und 17:00 Uhr chatten. (www.superchat.at)
Seit ihrem Bestehen hat die Professionalität der Mitarbeiter in den
Beratungsstellen und der Mediziner für uns einen hohen Stellenwert. Die
Fortbildung von Gynäkologen und niedergelassenen Ärzten im Bereich
Familienplanung erachten wir als äußerst wichtig und veranstalten daher
wissenschaftliche Tagungen und Kurse. Diese Veranstaltungen dienen einerseits
der Wissensvermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, haben aber auch
die Aus- und Fortbildung von Jungmedizinern und Beratern zum Ziel. In unseren
Kursen und Workshops werden Informationen über den medizinischen Bereich der
Kontrazeption, den juristischen, demographischen und soziologischen Grundlagen
der Familienplanung vermittelt, aber auch die psychologischen Faktoren der
Beratung und Gesprächsführung nicht außer acht gelassen.
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