ÖGFs Vision

ÖGF strebt eine österreichische Gesellschaft an, in der jedes Individuum und jede Familie freie und informierte Entscheidungen in Hinblick auf ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit treffen kann und adäquaten Zugang zu angemessenen Dienstleistungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit landesweit hat. Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter sowie der Menschenrechte inklusive der sexuellen und reproduktiven Rechte, werden durch die Regierung anerkannt und geschützt. ÖGF ist anerkannt für seine führende Rolle in der Umsetzung dieser Vision und arbeitet eng mit seinen PartnerInnen im In- und Ausland.

ÖGFs Mission 2006-2009

ÖGF ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die als Verein strukturiert ist und die tätig ist, um gleichen Zugang allen in Österreich lebenden Menschen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie Rechten sicherzustellen, durch

In ihrer gesamten Arbeit bemüht sich die ÖGF, Frauen und Männer, junge Menschen und gefährdete Gruppen durch klientInnenorientierte und miteinbeziehende Ansätze zu unterstützen und zu fördern.
Als Expertin bemüht sich die ÖGF sowohl Innovation als auch hohe Standards bei der Bereitstellung von Dienstleistungen zu fördern und pflegt Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Bereich, um sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte in Österreich veranzutreiben.

Die ÖGF versucht ein breiteres öffentliches Bewusstseins bei ParlamentarierInnen, BeamtInnen und NGO-VertreterInnen für die Anhebung des österreichischen Entwicklungshilfe-Budgets und der Einbettung des Aspektes der reproduktiven und sexuellen Gesundheit und Rechte in ganzheitliche Programme der Gesundheitsvorsorge und Frauenbildung zu schaffen.

Beitrittserklärung »


Leitungsgremium

vorstand
Präsidentin: Dr. Claudia Linemayr-Wagner
Vizepräsident: Prim. Dr. Peter Safar
Schriftführerin: Univ.Prof. Dr. Marianne Springer-Kremser
Kassier: Univ.Prof. Dr. Adolf Beck

Geschäftsstellenleiterin: Mag. Elisabeth Pracht

wissenschaftlicher beirat
Vorsitzender: Univ.Prof. Dr. Adolf Beck
Mitglieder: ÄL Dr. Margit Endler
Univ.Prof. Dr. Franz Fischl
Univ.Prof. DDr. Johannes Huber
Univ.Prof. Dr. Mag. Elisabeth Jandl-Jager
Univ.Doz. Dr. Hans-Othmar Mayer
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Walcher
Univ.Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger

Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung ist ein privater Verein, der weder politisch noch weltanschaulich gebunden ist.
Die hauptsächlichen Einnahmequellen der ÖGF sind Subventionen von staatlichen Stellen, projektbezogene Unterstützungen, Mitgliedsbeiträge, Verkauf von Informationsmaterialien und Teilnahmegebühren durch Veranstaltungen.

Historische Entwicklung

Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wurde 1966 unter der Schirmherrschaft von Univ.Prof. Dr. Hugo Husslein gegründet, um der "Pille" in Österreich bei Ärzten die nötige Akzeptanz zu verleihen. Bei der Gründung haben sich Universitätsprofessoren für Gynäkologie und Geburtshilfe zusammengeschlossen, um mit ihrem gemeinsamen wissenschaftlichen Gewicht die Anliegen der Familienplanung besonders durch die hormonelle Kontrazeption zu fördern. Zu diesem Zeitpunkt kam es zur Einrichtung von Beratungsstellen der Österreichische Gesellschaft für Familienplanung in Gemeindespitälern und an den Universitätskliniken in Wien.
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung war auch 1974 stark an den Veränderungen der gesetzlichen Situation in Österreich beteiligt. Durch die Strafrechtsreform 1974 war es möglich, das Intrauterinpessar auch österreichischen Patientinnen zugänglich zu machen, und hier hat die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wieder für die ärztliche Akzeptanz dieser Methode gekämpft. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimester straffrei gestellt, und als begleitende Maßnahme Beratungsstellen für Familienplanung und Familienberatung durch das jetzige BM f soziale Sicherheit und Generationen gefördert. Das BMSG finanziert die Personalkosten, wobei aber der auftretende Sachaufwand nicht ersetzt wird.
Jahrelange Arbeit im Bereich Sexualerziehung wie z.B. am "Medienkoffer für Sexualerziehung" und an Broschüren wie "Glückliche Paare - Wunschkinder" prägte die Arbeit der Gesellschaft in den achtziger Jahren. Diese Erfahrungen führten zu verschiedenen Aktivitäten im Bereich Sexualerziehung. So wird ein Verhütungsmittelkoffer, der den im Medienkoffer Sexualerziehung nicht vorhandenen Bereich der Kontrazeption abdeckt, den Schulen und sonstig interessierten Institutionen und Personen angeboten. Die Verbreitung von Information, die Sexualität, sexuelle Gesundheit, Partnerschaft, Verhütung und Vermeidung unerwünschter Schwangerschaften und Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten betreffen, speziell für Jugendliche betrachten wir als eines der wichtigen Ziele der Gesellschaft. Deshalb installierte die ÖGF 1990 das vertrauliche Telefonservice "Herzklopfen", 1992 die Sexualberatungsstelle "First Love" in der Krankenanstalt Rudolfstiftung, 1996 "First Love mobil" im Jugendzentrum Ottakring, 2001 die First Love Beratungsstelle im SMZ-Ost Donauspital. Über die Computer Mailbox "Fem-Wien" und die eigene Homepage bietet die ÖGF Email-Beratung an. Über einen Online-Chat kann man mit dem Herzklopfen-Team Samstags zwischen 15:00 und 17:00 Uhr chatten. (www.superchat.at)
Seit ihrem Bestehen hat die Professionalität der Mitarbeiter in den Beratungsstellen und der Mediziner für uns einen hohen Stellenwert. Die Fortbildung von Gynäkologen und niedergelassenen Ärzten im Bereich Familienplanung erachten wir als äußerst wichtig und veranstalten daher wissenschaftliche Tagungen und Kurse. Diese Veranstaltungen dienen einerseits der Wissensvermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, haben aber auch die Aus- und Fortbildung von Jungmedizinern und Beratern zum Ziel. In unseren Kursen und Workshops werden Informationen über den medizinischen Bereich der Kontrazeption, den juristischen, demographischen und soziologischen Grundlagen der Familienplanung vermittelt, aber auch die psychologischen Faktoren der Beratung und Gesprächsführung nicht außer acht gelassen.

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