Nächster Kurs voraussichtlich Herbst 2011
Veranstaltungsort (voraussichtlich):
ehemalige Hebammenakademie Ignaz Semmelweis-Frauenklinik
1180 Wien
Anmeldung
Füllen Sie bitte das
Anmeldeformular
aus und retournieren Sie dieses bitte umgehend an uns. Aufgrund der Auflagen des
BMWFJ ist die Ausstellung des Zertifikates an bestimmte absolvierte Ausbildungen
der Teilnehmer/innen bzw. eine bestimmte Praxis geknüpft. Da die Teilnehmerzahl
aus Platz- und Qualitätsgründen begrenzt ist, wählen wir aufgrund Ihrer Angaben
den Teilnehmerkreis aus. Erst nach unserer schriftlichen Zusage, ersuchen wir um
die Einzahlung des Kursbeitrages.
Kosten
Die Teilnahmegebühr von € 750,-- (für StudentInnen € 450,--)
berechtigt zum Besuch des gesamten Grundkurses. Inkludiert sind schriftliche Unterlagen
und Pausengetränke, -snacks.
Für MitarbeiterInnen in Familienplanungsstellen,
die vom BMWFJ gefördert werden, kann auf Anfrage und bei vorhandenen Plätzen eine
Ermäßigung gewährt werden.
Es besteht die Möglichkeit, die Vorträge gegen einen
Kostenbeitrag zu besuchen. Pro Vormittag ist ein Betrag von € 75,-- (für Studentinnen
€ 45,--) zu entrichten. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Der Besuch der praktischen
Übungen/Arbeitsgruppen ist nur für jene TeilnehmerInnen möglich, die den gesamten
Kurs besuchen.
Stornierungskosten (sofern kein Ersatz gefunden werden kann):
1 Monat bis 14 Tage vor Kursbeginn: 50% der Teilnahmegebühr
weniger als 14 Tage
vor Kursbeginn: 100% der Teilnahmegebühr
Veranstaltungsort (voraussichtlich):
Ignaz Semmelweis-Frauenklinik,
1180 Wien, Bastiengasse 36-38
Veranstalter:
Österreichische Gesellschaft für Familienplanung 1180
Wien, Bastiengasse 36-38
Tel.: 01 47 85 242, Fax: 01 47 08 970, Email:
buero@oegf.at
| Freitag |
| Begrüßung |
| Sexualität und Familienplanung
- Denkweisen im historischen Kontext |
| Rechtsfragen der Familienplanung und Empfängnisverhütung |
Samstag |
| Endokrinologische Grundlagen
des weiblichen Zyklus - natürliche Empfängnisplanung |
| Hormonelle Kontrazeption |
| Natürliche Familienplanung und
Barrieremethode |
| Mittagspause |
| Lösungsorientierter
Beratungsansatz |
| Gestaltorientierter Beratungsansatz |
Sonntag |
| Tubenligatur (Sterilisation
der Frau) |
| Beratung bei Tubenligatur |
| Psychosomatik der Kontrazeption |
Freitag |
| Schwangerschaftsabbruch
– medizinische und psychologische Aspekte Der Vortrag über Schwangerschaftsabbruch findet im Ambulatorium Gynmed statt (Mariahilfer Gürtel 37, 1150 Wien). Bei Interesse besteht die Möglichkeit das Museum für Schwangerschaftsabbruch und Verhütung zu besuchen. |
Samstag |
| Sexualberatung für
Jugendliche |
| Mittagspause |
| Sexualberatung für Jugendliche |
Sonntag |
| Sexuelle und körperliche
Gewalt gegen Frauen und Mädchen – Handlungsrichtlinien für das medizinische System |
| Vasektomie (Sterilisation
des Mannes) und männliche Sexualität |
| Sexuell übertragbare Erkrankungen |
Freitag |
| Kinderwunsch – medizinische
Aspekte |
| Kinderwunsch –
psychologische Aspekte |
Samstag |
| Psychische Probleme während
Schwangerschaft und Geburt |
| Schwangerenberatung und –betreuung |
| Mittagspause |
| Gesprächsführung |
| Tiefenpsychologischer Beratungsansatz |
Sonntag |
| Spezielle Aspekte der Familienplanung bei Menschen mit Behinderung |
| Spezielle Aspekte
der Familienplanung bei MigrantInnen |
| Abschlussgespräch |
| Zusätzliche mögliche Themen:
Transsexualität, Homosexualität, Wechseljahre, Patchworkfamilien, Schwangerschaft bei Jugendlichen |
Familienplanung
Um sich der historischen Bedeutung dieses Themas bewusst zu werden sei Univ.Prof. Dr. Peter Wagenbichler anlässlich der Enquete des BMUJF "Familienberatung 1974-1994" zitiert:
"Erste Aktivitäten wurden bereits vor der Jahrhundertwende in England gesetzt und schon 1905 schreibt Sigmund Freud, dass "es nicht unter der ärztlichen Würde sein kann, einem Ehepaar, das an die Einschränkung der Kinderzeugung denkt, mit Rate beizustehen und dass es sich nicht bestreiten lässt, dass geburtenregelnde Vorkehrungen irgendeinmal in einer Ehe von Notwendigkeit sein werden." Die erste Familienberatungsstelle wurde 1916 von Margret Sanger in New York gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg folgten andere Pioniere dieser Familienplanungsbewegung in Schweden, England und Deutschland diesem Beispiel. Eine besondere Aktualität bekamen diese Intentionen in Österreich durch die Liberalisierung des Gesetzes über den Schwangerschaftsabbruch. Wie bekannt, ist dieses Gesetz am 1.1.1975 in Kraft getreten. Da es weder im Verständnis des Gesetzgebers noch irgendeiner Bevölkerungsgruppe in Österreich sein konnte, den Schwangerschaftsabbruch als Methode der Familienplanung anzusehen, mussten flankierende Maßnahmen gesetzt werden. Während naturgemäß weder in der Bevölkerung noch im Parlament ein einstimmiger Konsens zur Frage des Schwangerschaftsabbruches erzielt werden konnte, fand das Familienberatungsförderungsgesetz die Zustimmung aller damals im Parlament vertretenen Parteien. ... Während es 1974 in Österreich 53 Familienberatungsstellen gab, sind es heute mehr als 300 Einrichtungen. Das Beratungsangebot dieser verschiedenen Stellen umfasst insgesamt alle Sparten familienberaterischer Tätigkeit: von der Antikonzeption über Ehe-, Familienberatung, Adoptionsberatung usw. Die Schwerpunkte jeder einzelnen Beratungsstelle selbst werden einerseits sehr wesentlich beeinflusst von dem Ort, wo diese etabliert ist und andererseits von dem Rechtsträger, der sie betreibt."
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung
Das Ziel der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung ist
seit ihrer Gründung im Jahr 1966 die Förderung des Konzeptes der geplanten Elternschaft.
Weiters tritt die ÖGF für eine bewusstere Einstellung zur Sexualität und zur reproduktiven
und sexuellen Gesundheit ein.
Die ÖGF bietet Informationen in diesen Bereichen
an und bemüht sich um die Gewährleistung des gesicherten Zuganges zu diesen Informationen
und deren Anwendung.
Die ÖGF ist Trägerin von geförderten Familienplanungsstellen
an öffentlichen Krankenhäusern in Wien und Korneuburg und bietet auch im Bereich
der Jugendsexualität face-to face-Beratung in ihren First Love Stellen, aber auch
Telefon- und Chatberatung im Rahmen von Herzklopfen an.
Um den Konzepten der
reproduktiven und sexuellen Gesundheit möglichst weite Verbreitung zu sichern, organisiert
die ÖGF Fortbildungen für im Bereich der Medizin, Sozialarbeit und der psychohygienischen
Versorgung tätige Personen.
Die ÖGF setzt sich für die Fristenlösung und deren
unterschiedlichen Methoden und für die Beibehaltung der derzeitigen Gesetzeslage.
Die ÖGF ist der Meinung, dass junge Menschen das gleiche Recht wie Erwachsene auf
reproduktive und sexuelle Gesundheit haben. Die ÖGF war maßgeblich an der Entwicklung
der österreichischen Materialien zur Sexualerziehung beteiligt. Der Verhütungskoffer,
das Methodenhandbuch, der "Verhütungsschummler", Broschüren über Kontrazeption und
Notfallsverhütung und diverse Internetauftritte (www.oegf.at,
www.firstlove.at,
www.merhabakondom.at,
www.herzklopfen.or.at)
ergänzen die anderen sexualpädagogischen Angebote der ÖGF.
Seit 1995 bemüht sich
die ÖGF ein breiteres öffentliches Bewusstseins bei ParlamentarierInnen, BeamtInnen
und NGO-VertreterInnen für die Anhebung des österreichischen Entwicklungshilfe-Budgets
und der Einbettung des Aspektes der reproduktiven und sexuellen Gesundheit und Rechte
in ganzheitliche Programme der Gesundheitsvorsorge und Frauenbildung zu schaffen.
Veranstalterin:
Österreichische Gesellschaft für Familienplanung
(ÖGF)
ReferentInnen:
Dr. Clemens Hammer und Mag. Sabine
Ziegelwanger
Inhaltliche Beschreibung der Veranstaltung:
Jugendliche Sexualwelten rücken derzeit wieder verstärkt ins familiäre, erzieherische
und öffentliche Interesse. Meldungen von Teenagervätern und –müttern, von starkem
Pornokonsum, von einem sich anscheinend permanent vorverlagernden Zeitpunkt (?)
fürs erste Mal, einer erhöhten Suizidrate gleichgeschlechtlich empfindender Jugendlicher
… verunsichern alle Generationen gleichermaßen. Besonders im Erziehungs- und Beratungskontext
fühlen sich manche Erwachsene unangenehm berührt bzw. überfordert. Trotz der vielerorts
wahrgenommenen Übersexualisierung unserer Gesellschaft herrscht im Feld "natürlicher"
Kommunikation über Sexualität häufig Rat- sowie Sprachlosigkeit.
Dieses Seminar
soll deshalb Einblicke und Möglichkeiten in/aus Theorie und Praxis der sexualpädagogischen
Arbeit mit Jugendlichen gewähren.
Zu den Schwerpunkten zählen unter anderen:
Veranstaltungstermin:
noch kein fixer Termin vorgesehen
Dieses Fortbildungswochenende kann auch von Institutionen gebucht werden.
Veranstaltungsort:
Semmelweis Frauenklinik
Bastiengasse
36-38, 1180 Wien
Anzahl der TeilnehmerInnen:
mind. 10, max. 20 TeilnehmerInnen
Vollkosten eines Seminarplatzes:
€ 300,- (Anmeldung ist verbindlich
ab dem Einlangen der Kurskosten)
Bankverbindung:
Empfänger: Österr. Ges. f. Familienplanung,
Erste Bank/BLZ: 20111, KTN: 05128005
Für MitarbeiterInnen in Familienplanungs/beratungsstellen, die vom BMWFJ gefördert
werden, kann auf Anfrage und bei vorhandenen Plätzen eine Ermäßigung gewährt werden.
Selbstbehalt Kurskosten: € 60,00 – (Voraussetzungen: mind. bis 1 Jahr nach dem Kurs
müssen die BeraterInnen in einer anerkannten Familienberatungsstelle arbeiten, ansonsten
muss der Förderbetrag ans Ministerium retourniert werden).
Anmeldung:
E-Mail: buero@oegf.at
Tel.: 01/47 85 242
ReferentInnen (Referenzen):
Dr. Clemens Hammer und Mag. Sabine Ziegelwanger

Mag. Sabine Ziegelwanger
Soziologin/Anglistin (Universität
Wien)
Familienplanungsberaterin
Gründungsmitglied und Aufbau des studentischen,
sexualpädagogischen Projekts achtung°liebe (2001-2003;
www.achtungliebe.at)
Seit 2003: Sexualpädagogin bei der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung
(www.oegf.at): mobile Beratung in Schulklassen, Jugendzentren etc. (Projekt First
Love Mobil); Online- und Telefonberatung (Projekt Herzklopfen)
Seit Oktober 2006:
Sexualpädagogin bei Lovetour NÖ (www.lovetour-noe.at)
2006/2007: Durchführung von Proseminaren zu „Grundlagen und aktuelle Tendenzen in
der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen“ an der Leopold-Franzens Universität
Innsbruck
2006 -: Gestaltung und Durchführung zahlreicher Fortbildungen und Vorträge
im Bereich von Jugendsexualität und Jugendsexualpädagogik
2007/8: Konzeption
und Durchführung der Studie: "Sich(er) lieben – Verhütungsbewusstsein und Verhütungsverhalten
junger Klientinnen der Firstlove Beratungsstelle". ÖGF, 2008.
Seit 2008: Vizegeneralsekretärin
der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung sowie Mitglied des Ausbildungsausschusses
für Sexualpädagogik, Sexualberatung und Sexualtherapie (Gestaltung des Curriculums
Sexualpädagogik), (www.oegs.or.at)
Dr. Clemens Hammer
Mediziner, Psychotherapeut in Ausbildung,
Sexualpädagoge
Gründungsmitglied und Aufbau des studentischen, sexualpädagogischen
Projekts achtung°liebe
2003/4: Ordination Dr. Horst Schalk, Lehrpraxis in einer
HIV- Schwerpunktpraxis
Seit 2003: Sexualpädagoge bei der Österreichischen Gesellschaft
für Familienplanung: mobile Beratung in Schulklassen, Jugendzentren etc. (Projekt
First Love Mobil); Online- und Telefonberatung (Projekt Herzklopfen)
Seit Oktober
2006: Sexualpädagoge bei Lovetour NÖ
2006/7: Freier Referent der AIDSHilfe Wien
2007/8: Workshops mit Frauen mit Behinderungen bei JaW (Über Fonds Soziales
Wien)
Diverse Fort- und Weiterbildungen für StudentInnen, SozialpädagogInnen
und FamilienplanungsberaterInnen
2007/8: Konzeption und Durchführung der Studie:
"Sich(er) lieben – Verhütungsbewusstsein und Verhütungsverhalten junger Klientinnen
der Firstlove Beratungsstelle". ÖGF, 2008.
Seit 2008: Mitglied des Ausbildungsausschusses
für Sexualpädagogik, Sexualberatung und Sexualtherapie bei der Österreichischen
Gesellschaft für Sexualforschung