AKH, Univ. Frauenklinik, Ebene 8, Leitstelle 8c
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
16:00-19:00 Uhr, Anmeldung bis 18:00 Uhr
Tel.:01 40400 2852
Landesklinikum Weinviertel Korneuburg
2100 Korneuburg, Wiener Ring 3-5
09:00-12:00 Anmeldung bis 11:30 Uhr
Tel.:02262 7801529
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wurde 1966 unter der Schirmherrschaft von Univ.Prof. Dr. Hugo
Husslein gegründet, um der "Pille" in Österreich bei Ärzten die nötige Akzeptanz zu verleihen. Bei der Gründung
haben sich Universitätsprofessoren für Gynäkologie und Geburtshilfe zusammengeschlossen, um mit ihrem gemeinsamen wissenschaftlichen
Gewicht die Anliegen der Familienplanung besonders durch die hormonelle Kontrazeption zu fördern. Zu diesem Zeitpunkt
kam es zur Einrichtung von Beratungsstellen der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung in Gemeindespitälern
und an den Universitätskliniken in Wien.
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung war auch 1974 stark an den Veränderungen der gesetzlichen Situation
in Österreich beteiligt. Durch die Strafrechtsreform 1974 war es möglich, das Intrauterinpessar auch österreichischen
Patientinnen zugänglich zu machen, und hier hat die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung wieder für die
ärztliche Akzeptanz dieser Methode gekämpft. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimester
straffrei gestellt, und als begleitende Maßnahme Beratungsstellen für Familienplanung und Familienberatung durch das
jetzige BM f soziale Sicherheit und Generationen gefördert. Das BMSG finanziert die Personalkosten, wobei aber der auftretende
Sachaufwand nicht ersetzt wird.
Jahrelange Arbeit im Bereich Sexualerziehung wie z.B. am "Medienkoffer für Sexualerziehung" und an Broschüren
wie "Glückliche Paare - Wunschkinder" prägte die Arbeit der Gesellschaft in den achtziger Jahren. Diese Erfahrungen
führten zu verschiedenen Aktivitäten im Bereich Sexualerziehung. So wird ein Verhütungsmittelkoffer, der den im Medienkoffer
Sexualerziehung nicht vorhandenen Bereich der Kontrazeption abdeckt, den Schulen und sonstig interessierten Institutionen
und Personen angeboten. Die Verbreitung von Information, die Sexualität, sexuelle Gesundheit, Partnerschaft, Verhütung
und Vermeidung unerwünschter Schwangerschaften und Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten betreffen, speziell
für Jugendliche betrachten wir als eines der wichtigen Ziele der Gesellschaft. Deshalb installierte die ÖGF 1990 das
vertrauliche Telefonservice "Herzklopfen", 1992 die Sexualberatungsstelle "First Love" in der Krankenanstalt
Rudolfstiftung, 1996 "First Love mobil" im Jugendzentrum Ottakring, 2001 die First Love Beratungsstelle im
SMZ-Ost Donauspital. Über einen Online-Chat kann man mit dem Herzklopfen-Team samstags zwischen 14.30 und 16.30 Uhr
chatten. ( www.superchat.at )
Seit ihrem Bestehen hat die Professionalität der Mitarbeiter in den Beratungsstellen und der Mediziner für uns einen
hohen Stellenwert. Die Fortbildung von Gynäkologen und niedergelassenen Ärzten im Bereich Familienplanung erachten wir
als äußerst wichtig und veranstalten daher wissenschaftliche Tagungen und Kurse. Diese Veranstaltungen dienen einerseits
der Wissensvermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, haben aber auch die Aus- und Fortbildung von Jungmedizinern
und Beratern zum Ziel. In unseren Kursen und Workshops werden Informationen über den medizinischen Bereich der Kontrazeption,
den juristischen, demographischen und soziologischen Grundlagen der Familienplanung vermittelt, aber auch die psychologischen
Faktoren der Beratung und Gesprächsführung nicht außer acht gelassen.